Das einst politisch mächtige Militär der Türkei gerät wegen der Auflehnung gegen frühere Regierungen immer mehr unter Druck. Gegen 18 aktive und pensionierte Offiziere seien Haftbefehle erlassen worden, berichteten türkische Medien am Dienstag.
Fazil Say wirkt dünnhäutig in diesen Tagen vor seinem Auftritt in Nürnberg. In einem Interview mit der türkischen Zeitung “Hürriyet” beklagt der weltweit bekannte Pianist, Komponist und Arrangeur die zunehmende kulturelle Intoleranz in seinem Heimatland, die ihm nun juristische Verfolgung eingebracht hat. “Als ich sagte, dass ich Atheist bin, haben mich alle beleidigt”, sagte Say. Danach seien die Behörden „allem hinterhergejagt, was ich auf Twitter geschrieben habe”.
Die katholische Kirche in der Türkei übermittelte der Regierung eine Liste von 200 Liegenschaften, die sich zurückerstattet haben möchte. Die Forderung der Bischöfe beruht auf einer Liste aus dem Jahr 1913, die vom Osmanischen Reich und von Frankreich vereinbart worden war, als Frankreich von der Hohen Pforte als Schutzmacht der Katholiken anerkannt war.
Die SPD hat sich dafür ausgesprochen, die Türkei als weiteres förmliches Mitglied in den Verhandlungskreis über das iranische Atomprogramm aufzunehmen. «Die Bundesregierung sollte sich hier einen Ruck geben und eigenes Statusdenken zurückstellen», sagte der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Rolf Mützenich, der Nachrichtenagentur dpa. Eine solche Aufwertung der Türkei werde dem wachsenden Einfluss Ankaras gerecht und könne die Abstimmung aller Akteure erleichtern.