Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat der Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) im Zusammenhang mit einer Herabstufung seines Landes Befangenheit vorgeworfen.
Die Türkei sei durch die hohe Abhängigkeit von ausländischem Kapital immer anfälliger für Schwankungen auf den Märkten. Die Ratingagentur Standard & Poor’s stufte deshalb den Ausblick des Landes von positiv auf stabil herab. Für türkische Analysten kommt die Entscheidung überraschend, sie hatten sogar mit einem Upgrade gerechnet.
Zu einer mehrtägigen Reise in die Türkei ist Niedersachsens Wirtschaftsminister Jörg Bode aufgebrochen. Der FDP-Politiker will in den Städten Kayseri, Konya und Istanbul politische Gespräche führen und Firmen besuchen. Bode wird von einer 40-köpfigen Delegation niedersächsischer Unternehmer begleitet.
Nach sorgfältiger Prüfung durch alle Beteiligten, die immerhin fast ein halbes Jahr in Anspruch genommen hat und einigen Gesprächsstoff in der Stadt bot (die WZ berichtete), ist es nun amtlich: Montabaur nimmt konkrete Verhandlungen mit einer türkischen Investorengruppe auf, die in der ehemaligen Westerwaldkaserne am Stadtrand ein internationales Handels- und Geschäftszentrum errichten will.
Die Türkei gehört seit Jahren fest zum Kreis der zwanzig wichtigsten Handelspartner Deutschlands. Insbesondere beim Export ist die Bedeutung der Türkei in den letzten zehn Jahren gewachsen. Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) haben sich die Ausfuhren deutscher Unternehmen in die Türkei 2011 gegenüber 2001 fast vervierfacht und die Einfuhren von dort beinahe verdoppelt. Der Wert der exportierten Waren lag 2011 bei 20,1 Milliarden Euro, der Wert der Importe bei 11,7 Milliarden Euro. Der deutsche Außenhandelssaldo mit der Türkei wies damit ein Plus von rund 8,4 Milliarden Euro aus.
Lange kursierte es nur als Witz, wie denn der ewige Streit zwischen Türken und Griechen um die Ägäis-Inseln gelöst werden könnte: indem die große, reiche, dynamische Türkei die Inseln des kleinen, verarmten, vor sich hin schrumpfenden Nachbarlandes einfach kauft. Nun aber versuchen griechische Funktionäre, türkische Investoren genau dazu zu überreden.
Der spanische Zitronensektor macht eine wahre Preiskrise durch, die in dem Fall von erstklassigen Zitronen einen Rückgang von bis zu 25% an dem Ursprungsort gegenüber der vorhergehenden Kampagne bewirkte, wobei als Hauptbedrohung die Konkurrenz der türkischen Produktion gilt. Gemäß einigen spanischen Erzeugern gelangt dieses Produkt ohne angemessene Kontrollmaßnahmen der Lebensmittelsicherheit nach Europa.